Dr. med. Dirk Poser Facharzt für Urologie <br> Andrologie · medikamentöse Tumortherapie Dr. med. Dirk Poser
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Gesundheitsnachrichten

Vitaminbombe zum Snacken: Möhren

Vitaminbombe zum Snacken: Möhren

Möhren, Karotten oder Mohrrüben gehören zu den ältesten heimischen Gemüsearten. Sie sind kalorienarm und gleichzeitig reich an Mineralien und Vitaminen. Damit eignen sie sich als gesunder Snack für zwischendurch. Aber Möhren sind auch gut für die Haut, Augen und als Helfer bei Durchfall. Die AOK Hessen klärt über die Alleskönner auf.

Möhren enthalten mehr Betacarotin als jedes andere Gemüse. Der menschliche Körper kann es in Vitamin A umwandeln. Um auch im Dunkeln oder bei schlechten Lichtverhältnissen sehen zu können, wird Vitamin A an der Netzhaut gebraucht. Dabei verbessern Möhren nicht direkt die Sehkraft, können aber dazu beitragen, dass diese möglichst lange erhalten bleibt. Außerdem stärkt Vitamin A den Eigenschutz der Haut, sodass sie schädliche UV-Strahlen besser abhalten kann. Vitamin A wird auch als Hautschutzvitamin bezeichnet, da es zur Bildung von Haut- und Schleimzellen beiträgt.

Bereits mit zwei Möhren ist der Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin A gedeckt. Damit der Körper das fettlösende Vitamin optimal aufnehmen kann, sollten Möhren stets in Kombination mit Fettquellen wie Butter, Nüssen, Käse oder hochwertigen Ölen verzehrt werden.
Möhrensuppe bei Darmbeschwerden

Bei Durchfall kann eine Möhrensuppe gut helfen. Nach etwa einer Stunde Kochzeit entstehen in Möhren kleine Zuckermoleküle. Diese ähneln den Rezeptoren des Darms, sodass Bakterien statt an der Darmwand an diesen Molekülen andocken. Dadurch können sie leichter ausgeschieden werden. So können Möhren helfen, die Darmflora ins Gleichgewicht zu bringen. Ist die Suppe ausreichend gesalzen, versorgt sie den Körper außerdem mit wichtigen Elektrolyten, die bei Durchfall häufig verloren gehen.

Für eine Möhrensuppe werden 500 Gramm Karotten geschält und anschließend eine Stunde in einem Liter Wasser gekocht. Gewürzt wird mit einer ordentlichen Prise Salz. Im Anschluss wird die Masse püriert und mit kochendem Wasser aufgefüllt, bis ein Liter Suppe im Topf ist.

21.01.2020 DGA | Quelle: AOK Hessen (gesundheit adhoc)

Mythen auf dem Prüfstand: die 5 größten Ernährungsirrtümer

Mythen auf dem Prüfstand: die 5 größten Ernährungsirrtümer

„Wer spät abends noch isst, wird dick.“, „Spinat ist ein hervorragender Eisenlieferant“, „Kaffee entzieht dem Körper Wasser.“ - rund um die richtige Ernährung gibt es viele vermeintlich gute Ratschläge. Dabei handelt es sich oft um Ernährungsirrtümer. Die AOK Hessen informiert über die fünf häufigsten.

Ernährungsregeln gibt es bereits seit vielen Jahren. Manche davon haben sich bewahrheitet, andere wiederum konnte die Wissenschaft längst widerlegen. Viele Verbote verunsichern die Menschen und sind in Wahrheit völlig überflüssig. Einige vermeintlich ungesunde Lebensmittel konnten auf der anderen Seite wieder ins rechte Licht gerückt und bedenkenlos verzehrt werden.
Die fünf größten Ernährungsirrtümer:

1. Spinat ist der beste Eisenlieferant Nur im getrockneten Zustand, d. h. ohne hohen Wasseranteil, enthält Spinat im Verhältnis zum Gewicht viel Eisen. Bei frischem oder tiefgekühltem Spinat ist der Eisenanteil jedoch deutlich geringer. Verglichen mit anderen Gemüsesorten enthält er aber trotzdem viel Eisen.

2. Kaffee entzieht dem Körper Wasser Kaffee entzieht dem Körper kein Wasser. Durch das enthaltene Koffein ist er allerdings harntreibend. Drei bis vier Tassen Kaffee täglich sind dennoch für einen gesunden Menschen absolut unbedenklich.

3. Margarine ist gesünder als Butter Weil Margarine aus rein pflanzlichen Fetten besteht, ist sie im Gegensatz zur Butter cholesterinfrei. Deshalb galt das Streichfett lange als gesündere Alternative. Ob Margarine gesund ist, hängt jedoch wesentlich von den verwendeten Ölen und vom Anteil an Transfettsäuren ab, die bei der Härtung der Pflanzenöle entstehen.

4. Zu Steinobst kein Wasser trinken Richtig ist, dass Wasser die Magensäure verdünnt und sich Bakterien, die auf der Oberfläche des Steinobsts anhaften, so einfacher vermehren können. Das kann tatsächlich Bauchschmerzen verursachen. Wird das Obst jedoch vorher gründlich gewaschen, verursacht es in Verbindung mit Wasser auch keine Bauchschmerzen.

5. Spätabends essen macht dick Entscheidend ist nicht die Uhrzeit, sondern die Kalorienbilanz, also wie viele Kilokalorien über die Nahrung aufgenommen und wie viele wieder verbrannt werden.

16.01.2020 DGA | Quelle: AOK Hessen (gesundheit adhoc)

Lebensrettender Gefäßtest warnt vor Herzinfarkt und Schlaganfall

Schmerzlos und zuverlässig gefährliche Durchblutungsstörungen wie „Schaufensterkrankheit“ und koronare Herzkrankheit aufdecken: „ABI-Test“ erfolgt mit Blutdruckmanschette und Doppler-Ultraschall

Bei Betroffenen mit der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) wird das Problem mit Schmerzen beim Gehen, häufig in den Waden, offensichtlich. Weil für Betroffene längeres Stehen – beispielsweise vor einem Schaufenster – die Schmerzen abklingen lässt, wird die pAVK auch „Schaufensterkrankheit“ genannt. Nach Schätzungen leiden unter dieser Durchblutungsstörung in Deutschland vier bis fünf Millionen Menschen. Etwa drei Millionen Betroffene wissen nichts von ihrer Erkrankung, denn die Schaufensterkrankheit tritt erst spät auf. „Patienten mit pAVK tragen ein hohes Risiko, eine Herzerkrankung wie Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, weil bei ihnen häufig auch Ablagerungen in den Herzkranz- oder Halsarterien zu finden sind“, warnt Prof. Dr. med. Heribert Schunkert vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung in der aktuellen Ausgabe der Herzstiftungs-Zeitschrift HERZ heute. In fortgeschrittenen Stadien der pAVK drohten zudem Geschwüre („offenes Bein“) bis hin zur Beinamputation. „Umso mehr müssen wir die Personen mit einem erhöhten Risiko frühzeitig entdecken und die diagnostizierte Herz- oder Kreislauferkrankung behandeln“, betont der Direktor der Klinik für Erwachsenenkardiologie am Deutschen Herzzentrum München (DHM). Mit der Messung des Knöchel-Arm-Index, auch „ABI-Test“ genannt (ABI: Ankle Brachial Index), bietet die Medizin eine simple und völlig schmerzlose Untersuchungsmethode. „Der ABI-Test kann anzeigen, ob die Blutgefäße frei oder verengt sind – noch bevor Beschwerden auftreten“, erklärt die Gefäßspezialistin und Funktionsoberärztin der angiologischen Ambulanz am DHM, Prof. Dr. med. Birgit Steppich.

Ab welchem ABI-Wert liegt eine pAVK vor? Für die ABI-Messung legt der Arzt oder die Ärztin Blutdruckmanschetten am Oberarm und am Knöchel des Patienten an. Nach einer Ruhephase werden die Manschetten wie bei einer klassischen Blutdruckmessung aufgeblasen. Mit einem Doppler-Ultraschallgerät wird einmal der systolische Blutdruck (oberer Blutdruckwert) am Knöchel, danach am Oberarm gemessen. Beide Messungen werden rechts und links durchgeführt. Der ABI wird ermittelt, indem der am Knöchel bestimmte durch den am Oberarm gemessenen Blutdruck geteilt wird. Dieses Ergebnis (Quotient) ist der ABI. „Den ABI-Test sollte jeder ab 65 Jahren einmal von seinem Arzt oder seiner Ärztin durchführen lassen. Personen mit Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einer pAVK in der Familie sollten ihn ab 50 Jahren machen“, raten Schunkert und Steppich.
Eine pAVK liegt vor, wenn die Berechnung einen Wert unter 0,9 ergibt. Normale Werte liegen bei einem ABI-Quotienten zwischen 0,9 und 1,2. Je niedriger der ABI-Wert, desto weiter fortgeschritten ist die Durchblutungsstörung. „Aber auch ABI-Werte über 1,3 sind ebenfalls krankhaft. Sie zeigen eine besondere Art der Gefäßversteifung, die Mediaverkalkung an, die vor allem bei Patienten mit Diabetes und Nierenschwäche auftritt“, betont Schunkert. Bei der Mediaverkalkung hat die Ader ihre Elastizität verloren und lässt sich mit der Blutdruckmanschette nicht eindrücken. Typische Risikofaktoren, neben einem hohen Alter, für das Entstehen einer pAVK sind:

- Rauchen
- Zuckerkrankheit Diabetes mellitus
- Fettstoffwechselstörungen (hohe Cholesterinwerte)
- Bluthochdruck
- erbliche Veranlagung
- bei zehn Prozent der Patienten andere Faktoren wie entzündliche Prozesse.

Entsprechend ist eine Umstellung des Lebensstils durch Verzicht auf das Rauchen, Achten auf Normalgewicht, gesunde Ernährung und ausreichend Ausdauerbewegung möglichst 30-40 Minuten drei- bis fünfmal die Woche fester Bestandteil der Therapie.

Fazit: Eine ABI-Messung kann Leben retten: Schnell und risikolos lässt sich die pAVK feststellen, ebenso das individuelle Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Patienten mit pAVK und einer erhöhten Gefährdung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen können entdeckt und dank einer frühzeitigen Diagnose und Therapie vor lebensbedrohlichen Komplikationen bewahrt werden. Die Aussagekraft der risikolosen ABI-Messung ist durch eine große Studie („getABIStudie“), schon seit 2001 belegt.

pAVK: Woher kommen die Schmerzen in den Beinen? Die Ursache der pAVK liegt in der Arteriosklerose, der „Verkalkung“ von Arterien: Blutfette, Kalk, Bindegewebe und entzündungsfördernde Zellen lagern sich in der Innenwand der Blutgefäße ab und bilden sogenannte Plaques, die in das Gefäß hineinragen und es verengen. Meistens sind die Arterien der Beine und des Beckens betroffen. Dadurch gelangt nicht mehr ausreichend Blut in die Beine und es kommt zu Schmerzen, weil die Muskelzellen in den Waden nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhalten. Das erklärt die ziehenden Schmerzen in der Wade („Übersäuerung“).

Mehr zum Thema und Fachliteraturhinweise erhalten Sie in dem Beitrag „ABI-Test kann Leben retten“ in der aktuellen Ausgabe von HERZ heute 4/2019.

Aktuelle Ausgabe HERZ heute: Probeexemplar anfordern! Die Zeitschrift HERZ heute erscheint viermal im Jahr. Sie wendet sich an Herz-Kreislauf-Patienten und deren Angehörige. Mitglieder der Deutschen Herzstiftung erhalten die Zeitschrift der Herzstiftung regelmäßig und kostenfrei zugestellt. Ein Probeexemplar der neuen Ausgabe HERZ heute 4/2019 ist unter Tel. 069 955128400 oder per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de erhältlich.

14.01.2020 DGA | Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V. (idw)