Dr. med. Dirk Poser Facharzt für Urologie <br> Andrologie · medikamentöse Tumortherapie Dr. med. Dirk Poser
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Gesundheitsnachrichten

Unsichtbare Gefahr: Mikroplastik in Kosmetik

Unsichtbare Gefahr: Mikroplastik in Kosmetik

Mikroplastik ist aktuell in den Medien ein großes Thema. Die kleinen Kunststoffpartikel gelangen unter anderem durch Kosmetikprodukte in die Meere und werden durch die Nahrungskette oftmals wieder von den Menschen aufgenommen. Die AOK Hessen klärt über die winzigen Übeltäter auf und zeigt Alternativen.

Unter Mikroplastik versteht man Kunststoffpartikel, auch synthetische Polymere, die kleiner als fünf Millimeter sind. Sie entstehen, wenn die Bewegung des Meeres in Kombination mit dem UV-Licht der Sonne allmählich größere Kunststoffteile zersetzt, die im Meer treiben. Darüber hinaus stellen bestimmte Branchen Mikroplastik bewusst für ihre Produkte her. In der Kosmetikindustrie dienen Kunststoffpartikel zum Beispiel als Schleifmittel oder in flüssiger bzw. gelartiger Form als Bindemittel. Mikroplastik kann vor allem in Cremes, Duschgelen und auch Zahnpasta gefunden werden. In Peeling-Produkten entfernen sie zum Beispiel die abgestorbenen Hautschüppchen.

Nach der Verwendung werden die Partikel in den Abfluss gespült. Sie sind nur schwer bis gar nicht abbaubar, und selbst moderne Kläranlagen können die kleinen Plastikteilchen oft nur unzureichend aus dem Abwasser herausfiltern. Die Folge: Mikroplastik gelangt in die Meere.

Je kleiner die Teilchen, desto größer ist auch die Vielfalt an Tieren, die Mikroplastik aufnehmen. Diese Teilchen ziehen Schadstoffe und Giftstoffe an. Die gelangen wiederum mit den Plastikresten über die Ernährung in die Körper zahlreicher Meerestiere, wie Muscheln und Fische, welche auf dem menschlichen Speiseplan stehen. So gelangen die Schadstoffe über die Nahrungskette letztlich auch in den menschlichen Körper. Welche Folgen die Kunststoffteilchen noch für Mensch, Tier und Umwelt haben, wird derzeit noch erforscht.

Leider gibt es bis heute keine eindeutige Kennzeichnungspflicht für Unternehmen, wenn Kunststoffpartikel in einem Produkt enthalten sind. Das macht es für Verbraucher schwierig zu entscheiden, welche Produkte sie im Regal stehen lassen sollten. Der Mikroplastik-Einkaufsratgeber des Bundes listet folgende Inhaltsstoffe aus, an denen Kunststoffe in Pflegeprodukten erkannt werden können:

  •     Polyethylen (PE)
  •     Polypropylen (PP)
  •     Polyethylenterephthalat (PET)
  •     Nylon-12
  •     Nylon-6
  •     Polyurethan (PUR)
  •     Acrylates Copolymer (AC)
  •     Acrylates Crosspolymer (ACS)
  •     Polyacrylat (PA)
  •     Polymethylmethacrylat (PMMA)
  •     Polystyren (PS)

Pflegeprodukte selber herzustellen ist eine gute Alternative und umgeht Mikroplastik. Selbst mit alltäglichen Lebensmitteln können natürliche Kosmetikprodukte einfach hergestellt werden.

Die klassische Salatgurke besteht nahezu vollständig aus Wasser und eignet sich ideal als feuchtigkeitsspendende Gesichtsmaske:

  1. Den Saft einer halben Gurke auspressen.
  2. Einen Teelöffel Honig hinzugeben.
  3. Drei Esslöffel Quark untermischen und die Masse gut verrühren.
  4. Auf das Gesicht auftragen und ca. 15 Minuten einwirken lassen.
  5. Anschließend die Reste mit Wasser abwaschen.

Auch Kaffeesatz eignet sich dank seiner groben Körnung und dem hohen Gehalt an Antioxidantien hervorragend für ein natürliches Peeling.

  1. Zwei Esslöffel abgekühlten Kaffeesatz mit einem Teelöffel Honig und zwei Esslöffeln Olivenöl gut vermischen.
  2. Das Peeling sorgfältig mit kleinen kreisenden Bewegungen in die Haut einmassieren.
  3. Die Reste anschließend mit warmem Wasser abwaschen.

Welche Lebensmittel noch gegen müde Haut helfen, weiß die AOK Hessen:
aok-erleben.de/kaffee-tee-kakao-volle-power-gegen-muede-haut

31.03.2020 DGA | Quelle: AOK Hessen (gesundheit adhoc)

Kostenexplosion bei Schutzkleidung aufgrund der Corona-Krise

DEKV ruft Politik und Krankenkassen zum Handeln auf

Bei der Versorgung von Corona-Patienten im Krankenhaus empfiehlt das Robert Koch-Institut den Einsatz von geschultem Personal und die Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung bestehend aus Schutzkittel, Einweghandschuhen, dicht anliegender Atemschutzmaske und Schutzbrille.1 Die Empfehlung und das Bestreben, Patienten und Personal zu schützen, führen dazu, dass der Verbrauch dieser Materialien zum Teil drastisch gestiegen ist: bei Atemschutzmasken und Schutzbrillen auf über 600 Prozent des monatlichen Verbrauchs vor der Corona-Pandemie. Selbst der Verbrauch der im Patientenkontakt regel- und routinemäßig genutzten Handschuhe ist auf 150 Prozent gestiegen. Zugleich haben die Hersteller und Großhändler die Kosten zum Teil drastisch erhöht: bei Schutzkitteln auf 200 Prozent, bei Atemschutzmasken auf rund das 15-Fache und bei OP-Mundschutz auf das 19-Fache.

„Eine Modellrechnung unserer Mitgliedskrankenhäuser der AGAPLESION gAG zeigt, dass sich daraus monatliche Mehrkosten für die Krankenhäuser in Höhe von etwa 1,1 Millionen Euro ergeben. Diese Kosten werden durch die Vergütung über die DRG für die Behandlung dieser Patienten definitiv nicht gedeckt. Darüber hinaus fallen für viele Krankenhäuser Einnahmen weg, da Patienten geplante, aber verschiebbare Operationen aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus absagen. Daher fordert der DEKV Politik und Krankenkassen auf, eine pragmatische Lösung für die Krankenhäuser zu finden, um mit dieser außerordentlichen Belastung umzugehen. Denkbar wäre, dass wie bei der EHEC-Epidemie 2011, eine Bezahlung zusätzlicher Leistungen durch die Krankenkassen erfolgt. Alternativ wäre die Bereitstellung von Sondermitteln über den Katastrophenschutz oder einen Sonderfond denkbar.

Aktuelle Bestrebungen des Bundesgesundheitsministeriums und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Schutzausrüstung zentral zu beschaffen und an die Krankenhäuser und Arztpraxen zu verteilen, müssen schnell umgesetzt werden, um die Kostenexplosion einzudämmen. Auch fordern wir die Hersteller und Großhändler von persönlicher Schutzausrüstung auf, die Situation nicht weiter durch enorme Preissteigerungen zu verschärfen. Steigen die Preise weiterhin zu Lasten der zur Behandlung verpflichteten Krankenhäuser und damit zu Lasten der Solidargemeinschaft, ist hier die Politik zur Handlung aufgerufen“, erklärt Christoph Radbruch, Vorstandsvorsitzender des DEKV.

Quellen:

1. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Hygiene.html

Verhaltensempfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus im Alltag

BZgA: Alle können helfen, sich und andere zu schützen!

Das Coronavirus verändert den Alltag der Menschen in Deutschland. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unterstützen mit Empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus im Miteinander. Die Hinweise reichen vom Verhalten im privaten Umfeld, in der Familie bis zum beruflichen Umfeld.

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: “Bleiben Sie so oft es geht Zuhause und reduzieren Sie persönliche Begegnungen mit anderen. Insbesondere ältere oder chronisch kranke Menschen brauchen jetzt unseren besonderen Schutz Jeder und jede kann dazu beitragen, sich und andere zu schützen. Halten Sie Abstand und beachten Sie die Hygieneregeln. Schränken Sie Ihren Aufenthalt und Kontakte im öffentlichen Raum weitgehend ein. Bleiben Sie wann immer möglich zuhause. Bei Krankheitssymptomen, insbesondere bei Fieber, Husten, Gliederschmerzen und schwerem Krankheitsgefühl kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt telefonisch. Mehr denn je ist Solidarität untereinander gefragt. Helfen Sie älteren Familienmitgliedern oder hilfsbedürftigen Nachbarn, indem Sie zum Beispiel Besorgungen für sie erledigen.”

Die BZgA weist darauf hin, dass einfache Maßnahmen helfen können, sich selbst und andere vor Ansteckungen zu schützen:

  • Halten Sie Abstand zu anderen Menschen.
  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch.
  • Waschen Sie regelmäßig und gründlich Ihre Hände.
  • Nutzen Sie, wenn möglich, keine öffentlichen Verkehrsmittel. Gehen Sie zu Fuß.
  • Kaufen Sie nicht in Stoßzeiten ein.
  • Meiden Sie Menschengruppen.

Das von BZgA und BBK veröffentlichte Merkblatt mit Verhaltensempfehlungen für den Alltag zum Schutz vor dem Coronavirus ist als PDF-Format zum Download und als Ausdruck verfügbar unter: www.infektionsschutz.de/corona-verhaltensempfehlungen

Die BZgA informiert zum Coronavirus auf ihrer Webseite www.infektionsschutz.de: Die stetig aktualisierten Informationen zu häufigen Fragen zum Thema sind als Merkblatt im PDF-Format zum Download und als Ausdruck verfügbar und als Erklärvideos aufbereitet. Auch mehrsprachige Informationen und Hinweise für spezielle Zielgruppen, wie beispielsweise Pflegeeinrichtungen oder ein Erklärvideo in Gebärdensprache. bietet die Internetseite. https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html#c11965